Interrail – Ohne Worte

Guten Morgen,

auch wenn dieser Morgen zum vierten Mal in Folge kein wirklich „Guter“ ist.
Mir ist es ehrlich gesagt in den letzten fünf Jahren, in denen ich jetzt schon diese Denkanstöße verfasse, noch nie so schwer gefallen wie heute, inspirierende Worte zu finden. 

Dennoch möchte ich es versuchen.

In der ARD-Mediathek läuft aktuell eine Dokumentation zu „50 Jahren Interrail“. Wenn es für mich, neben dem Euro, etwas gibt, was sinnbildlich für Europa steht, dann ist es das Interrail-Ticket.

Nach meinem Abitur bin ich per Interrail mit einer Freundin für drei Wochen durch Schweden, Norwegen und Dänemark gereist. Wir hatten nur wenig Geld, so dass wir häufig in Nachtzügen geschlafen haben, um uns die Kosten für ein Hostel zu sparen. 
Wenn man dann am nächsten Morgen den Kopf aus dem Fenster steckt und auf einmal in Stockholm, Kopenhagen, Bergen oder Göteborg einfährt, ist es ein unglaubliches Gefühl von Freiheit. 

Wir haben Länder und Menschen kennengelernt und es war für mich das erste Mal, dass ich mich wirklich als Europäer gesehen habe.

Genau solch eine Interrail-Tour wünsche ich mir für meine Kinder und Enkelkinder. Aber nicht nur durch Europa, sondern durch die ganze Welt. Sie sollen durch die Ukraine fahren und die Denkmäler eines (hoffentlich) kurzen Krieges im Jahr 2022 besichtigen.

Sie sollen in Tiflis mit den bekanntesten DJs der Welt feiern und dann weiter mit der Transsibirischen Eisenbahn durch Russland bis nach China fahren.
Sie sollen Balik Ekmek in Istanbul essen und die persische Architektur im Iran bestaunen können.

Ist das naiv? Vielleicht!
Ist das weltfremd? Vielleicht!

Aber wenn du den Film „Weit“ gesehen hast, weißt du, dass es möglich ist. Und falls du ihn noch nicht gesehen hast, kann ich ihn wärmstens empfehlen.

Vielleicht ist es Zeit, den Hashtag von 2018 zu reaktivieren: #wirsindmehr

Ich glaube fest daran, dass wir alle gemeinsam einen Unterschied machen können und uns nicht von einzelnen Idioten unsere eigene und die Zukunft unserer Kinder versauen lassen!

Auch wenn wir uns aktuell ohnmächtig fühlen, können wir unsere Stimme erheben! Denn wie man im UN-Sicherheitsrat gesehen hat, ist eine Enthaltung auch eine Aussage. Aber leider die Falsche!

Ich wünsche dir dennoch einen guten Start in die neue Woche!

Viele Grüße
Dennis

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