Buzzword-Bullshit-Bingo

Ich durfte neulich gleich zwei Keynotes auf Englisch halten. 
Natürlich erwähne ich bei dieser Gelegenheit auch immer mein neues Buch „Future Work Skills“

Wenn die Zuschauer/innen den Titel hören, denken sie automatisch, dass es in englischer Sprache erhältlich ist und sind dann etwas enttäuscht, wenn ich ihnen sage, dass es aktuell nur auf Deutsch verfügbar sei.
Aus diesem Grund spreche ich gerade mit meinem Verlag, ob es ausländische Publisher gibt, die Interesse an einer Lizenz meines Buches haben, um es dann zu übersetzen.

Der Kommentar meiner Freundin dazu: „In’s Englische übersetzen? Die 10 Sätze, die in deinem Buch noch auf Deutsch und nicht auf Denglisch sind, kannst du doch einfach schnell selbst übersetzen und schon hast du die englische Version!“ =)

Ganz unrecht hat sie nicht. Ich frage mich auch immer noch, wieviel mein 92-jähriger Opa wirklich verstanden hat vor lauter Anglizismen. Andererseits habe ich diesem Thema sogar ein eigenes Kapitel gewidmet. Es heißt „Buzzword-Bullshit-Bingo“.

Darin beschreibe ich, warum ich auf der einen Seite bewusst viele englische Wörter verwende, mir auf der anderen Seite aber wichtig ist, dass wir verstehen, was sich hinter diesen „Buzzwords“ versteckt. Ich erlebe immer wieder in Unternehmen, dass Menschen durch Begriffe wie „Ideation, Double Diamond oder Ambidextrie“ abgeschreckt werden, auch wenn sie die Konzepte dahinter eingentlich sinnvoll finden.

Deshalb finde ich es wichtig, dass wir bewusst auf unsere Sprache achten und lieber die deutsche Erläuterung verwenden, um auch skeptische Kollegen mit auf die Reise in die Zukunft zu nehmen und nicht schon auf den ersten Metern zu verlieren.

Sehr schön überspitzt hat das vor Kurzem die Sendung extra 3
Je mehr Denglisch du in dem Video verstehst, desto gefährdeter bist du für Büro-Kauderwelsch.

Im Design Thinking geht es darum, eine schöne Art Prototypen zu bauen. Sie heißt „Brief an die Großmutter“.
Wenn man eine Idee hat, die man seinen Kollegen oder Kolleginnen präsentieren möchte, soll man diese in einem Brief an die echte oder fiktive Großmutter beschreiben .
Dabei sollte man möglichst einfache Worte verwenden, damit die alte Dame versteht, worum es geht.

Ich finde diese Übung immer wieder wunderbar, weil sie das Team zwingt sich auf die wirklich wichtigen Aspekte der Idee zu fokussieren und diese gleichzeitig sauber auszuformulieren. Man versteckt sich nicht hinter irgendwelchen Fachbegriffen oder Floskeln, sondern schält den Kern der Idee heraus.

Vielleicht sollten wir öfter mit unseren Kollegen sprechen, als säße uns unsere Großmutter gegenüber. Dann würde es deutlich weniger Missverständnisse geben!

Ich wünsche dir viel Spaß beim Schauen des Videos und weiterhin „All the best!“

Dennis


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